Gehen, um zu sein. Warum wir in der Gruppe pilgern

„No photos, please. Ein bisschen mehr Respekt vor der Kirche!“ Ich mache wenige Selfies. Doch als wir nach sechs Fußpilgertagen erschöpft aber glücklich in den Kirchenbänken der Basilica di San Francesco sitzen, möchte ich gerne diesen Moment in einem Bild festhalten. Der emsige Franziskaner, der offenbar deutscher Abstammung ist, verhindert das. Einen Augenblick lang bin ich ungehalten und möchte ihm entgegnen: „Ein bisschen mehr Respekt vor denen, die hier von La Verna her zu Fuß gekommen sind!“ Und die Frage nachschieben, ob er sich denn schon mal hierher zu Fuß aufgemacht habe – um zu erleben, was das für ein Moment ist, mit all den körperlichen und emotionalen Eindrücken hier zu landen, hier zu sein. Doch es gelingt mir, zum inneren Bild zurück zu kehren und für einen äußeren Abdruck keine weitere Energie zu vergeuden.

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Achtsam unterwegs mit „unserem“ Franziskus. Eine Emmaus-Geschichte

Wir treffen ihn in der Bar Centro. Dort wo die Sonne einem in unserer Stadt am längsten ins Gesicht scheint. Die wenigen Stühle an den noch wenigeren Tischen finden kaum, dass sie frei werden, sofort neue (Be-) Sitzer. Franziskus‘ Charme kann aber niemand widerstehen. Sofort bekommt er einen eigentlich für jemand anders frei gehaltenen Stuhl und rückt damit zu uns. Weiterlesen „Achtsam unterwegs mit „unserem“ Franziskus. Eine Emmaus-Geschichte“

Imus qua sumus. Wir gehen, wie es uns geht

Wir treffen uns wie immer am Pylonentor in Regensburg. Wir kommen an. Und das Ankommen bleibt unsere Übung die ganze Stunde über. Herzlich willkommen zu „Achtsamkeit to go. Eine Stunde achtsam unterwegs sein.“ Der etwas andere Stadt-Spaziergang. Eine Veranstaltungsreihe im Frühjahr und im Herbst von CORDAT herzensbildung.

Bei sich sein

Ich gehe mit den Teilnehmer*innen ein paar Schritte über die Straße. Auf dem Platz hat Weiterlesen „Imus qua sumus. Wir gehen, wie es uns geht“

Achtsam pilgern. Mit der Weisheit der Sinne unterwegs sein

Wir „gehen spazieren“, „laufen“ oder „joggen“. Wir machen „nordic walking“ oder  gar „power walking“. Wir „wandern“ aber auch wieder mehr und nach wie vor hoch im Kurs ist es, zu „pilgern“. Was aber ist eigentlich „Pilgern“ über das „Wandern“ oder „Spazieren gehen“ hinaus? Und vor allem: Was meinen wir, wenn wir gar vom Weiterlesen „Achtsam pilgern. Mit der Weisheit der Sinne unterwegs sein“

Am heiligen Berg: mit achtsamem Blick auf unsere eigenen Verwundungen

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Start unserer Pilgervorbereitungstour am La Verna

Wir stehen am La Verna, dem heiligen Berg. Ihn nehmen viele Pilger zum Ausgangspunkt ihres Pilgerweges. Auch wir wollen unsere Tour im September mit einer Gruppe hier beginnen und sind zu Vorbereitungen vor Ort. Wir betreten das franziskanische Santuario und sind tief berührt von diesem Berg und diesem zutiefst spirituellen Ort. Man kann fragen, warum wir die geplante Pilgertour quasi vom Ende her beginnen wollen; dort nämlich, wo der heilige Franz, wie man sagt, die Wundmale (Stigmata) empfangen hat und damit die Nachfolge (imitatio) seines Herrn und Meisters seinen spirituellen Höhepunkt erfahren hat. Der Ort auch, von dem er aufgebrochen ist, um sich seinem „Bruder“ Tod zu überlassen und zu sterben: Es ist gut, wenn wir als Pilger, noch bevor wir aufbrechen, u n s e r e n Schmerz anschauen, unsere Verwundungen, unser Leid, unser „duka“, wie die Buddhisten sagen – und manche in die westliche Welt auch als „Stress“ übersetzen. Wenn wir also hier unseren ganzen emotionalen, gedanklichen und körperlichen „Stress“ ablegen. Ja, wir können hier, noch bevor wir wirklich aufbrechen, in uns hineinschauen wie in einen Spiegel. Und schon ein erstes Mal die wesentliche Übung der Achtsamkeit durchführen: Wahrnehmen, was ist. Und ohne es zu beurteilen. Wir werfen einen Blick auf die Verwundungen, die wir mitgebracht haben und beginnen bewusst unsere Pilgerreise hier am heiligen Berg der Wundmale.
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„Boanduran. Muaschmolgugle“

Achtsam unterwegs sein in Gesellschaft eines Schwabenpfeils

„Ah, da kommen die Schwaben wieder“, meint eine Dame, die wie wir in „Il Sasso“, die erste Rast des Tages, treffen. Wir sind auf dem Weg von Citta di Castello ins pittoreske Pietralunga und haben angesichts der Länge der heutigen Tagesetappe erst recht wenige Weiterlesen „„Boanduran. Muaschmolgugle““

„Ammmmazing! Meraviglllllioso“

(Selbst-)Begegnungen im toskanisch-umbrischen Indianer-Reservat

Wir sind seit zwölf Stunden mit unserem VW-Bus unterwegs. München – Innsbruck – Brenner – Sterzing – Bologna. Stau und immer wieder Stau. Jetzt, gegen 21 Uhr, da es dunkel wird, sind wir auf der Suche nach dem Campingplatz, bei dem wir uns Weiterlesen „„Ammmmazing! Meraviglllllioso““